Alpentour 6.Tag

Ich verlasse erst gegen 11:00h den CP Renken in Kochel am See und fahre heute in überwiegend flachem Terrain, erfreue mich an der tollen Landschaft und dem Gezwitscher der Vögel.

Da kommt mir eine am Weg liegende Metzgerei gerade Recht, hatte ich doch am Morgen nur eine trockene Semmel und eine Brezn gegessen.

Hier erzählte mir die etwas betagte Verkäuferin, dass heute Schlachttag ist und empfiehlt die Schlachtplatte mit Blut-und Leberwurst, Kesselfleisch, Sauerkraut und Kartoffeln, für nur 6€  eine ordentliche Portion, das Ganze natürlich mit einem alkoholfreien Weissbier 🙂

Die Stärkung war gut, denn es folgten einige Hm hoch nach Bad Kohlgrub. Hier besuche ich die am Weg liegende Tourist-Info, wo man mir den nur ca. 3km entfernten CP empfielt.

Doch dann passiert’s, eine Frau mit SUV aus einer kleinen Seitenstrasse kommend wollte wohl testen wer der Stärkere ist, keine Frage, ich bin unterlegen, denn ich lag unter dem Auto.

Ich hatte Riesenglück, denn die Polizei empfahl den Besuch in der Unfallklinik Murnau, wo nach Röntgen und Ultraschalluntersuchung ausser ein paar Kratzern und Prellungen, einem Schleudertrauma und einem dicken rechten Sprunggelenk nichts schlimmeres festgestellt wurde. So konnte ich die Klinik mit ein paar Ibuprofen 800 die Klinik verlassen. Der unterdessen eingetroffene Ehemann der Unfallverursacherin hat mich gefahren.

Das schmerzhafteste an der Geschichte ist, dass mein Rad ziemlich lädiert ist, auf jeden Fall das Vorderrad und die Gabel, die Schaltung und der Rahmen evtl. verzogen. Der Freundliche muss das morgen begutachten. Es könnte jedoch auf einen Totalschaden hinauslaufen 🙁

km 43,31

Fazit:

Diese Tour steht unter keinem guten Stern, denn dies war der 3. Anlauf!!!

Da fährt man jahrelang kreuz und quer durch Europa, und dann das, nun liege ich in meinem Zelt in Murnau am Staffelsee und bin erst mal ’ne Runde traurig 🙂

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Kommentare zu Alpentour 6.Tag

  1. Andy sagt:

    Och menno – Du wirst aber wirklich bei dieser Tour (eingeschlossen die Vorgänger) vom Pech verfolgt.
    Schön das Dir nichts schlimmers passiert ist.
    Ich wünsche Dir alles Gute und wie ich Dich „Sturkopf“ kenne wird es wohl auch auch noch Nr.4 geben – Du findest schon einen Weg ;-))
    LG
    Andy

    • admin sagt:

      Danke Dir Andy,
      ja, hätte böse enden können, so ist es zum Glück „nur Materialschaden“, der Freundliche meint 14Tage zu brauchen, mit vermessen usw.
      Nun sitze ich im Fernbus und werde gegen 22:00h ca. in Düsseldorf ankommen.
      Und was das 4. mal angeht………wenn ich dann schon mal da bin, wer weiß 🙂

  2. Gerhard sagt:

    Hallo Jochen,
    Du hast aber auch ein Pech! Zum Glück scheinst du unverletzt zu sein. Auf jeden Fall wünsche ich der viel Erfolg für deinen nächsten Anlauf.

    Als ich deinen Bericht las, war ich richtig froh, von meiner 30tägigen Radreise nach 1880 km unverletzt und ohne größere Panne wieder zu Hause angekommen zu sein.

    LG
    Gerhard

    • admin sagt:

      Ja Gerhard das kannst Du laut sagen, die Tour hat’s in sich. Zum Glück waren da mehrere Schutzengel unterwegs und es blieb bei einem HWS-Syndrom, Prellung im rechten Sprunggelenk und Zahnschmerzen, Verletzungen also die nach einer Weile vergehen werden.
      Vielen Dank, Gerhard 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.