Die Unvollendete Alpentour soll fortgesetzt werden,

morgen Abend um 21:50h startet der 4. Anlauf, die Anfahrt ist gebucht und das Rad gepackt.

Zur Erinnerung:

  • Der 1. Versuch vor 2 Jahren endete bereits (nach Anreise mit meinfernbus.de) auf dem CP München-Thalkirchen mit Schüttelfrost und 39° Fieber…………Abbruch-Rückfahrt.

 

  • Der 2. Versuch führte mich -nachdem ich diesen grippalen Infekt auskuriert hatte- wieder mit dem Fernbus nach Müchen, und über Orte (Eglharting und Forstinning) in denen ich vor vielen Jahren einmal gelebt habe, weiter im zum Teil strömenden Regen (das Wasser rann aus den Ärmeln meiner Regenjacke) über Wasserburg/Inn, dem nördlich umfahrenen Chiemsee und Salzburg nach Bad Reichenhall auf einen schönen CP in Piding. Hier verweilte ich 3 Tage, und machte einen ausgedehnten Ausflug zum Königsee wo ich mit einem heftigen Gewitter begrüßt wurde. Trotz Regen machte ich mich auf die Weiterreise über -wie in der Gegend üblich- viele Brücken die über Bäche führten. Das seltsame daran war, dass die Brücken die man geradeaus überquerte asphaltiert waren, Brücken die man im rechten Winkel anfuhr waren mit Holzbohlen belegt die in der Nässe glitschig wie Schmierseife waren. Entsprechend vorsichtig fuhr ich diese an. Doch trotz aller Vorsicht kam es wie von mir befürchtet zu einem Sturz. Völlig durchnässt erreichte ich einen CP am Chiemsee, baute mein Zelt auf und begab mich gleich mit trockenen Klamotten zum Wäscheraum, wo ich meine Sachen erst in die Waschmaschine und dann in den Trockner steckte.

Der nächste morgen sah wettermäßig weit besser aus und ich setzte meine Reise fort. Leider hielt die Freude nicht lange, denn den ersten stärkeren Anstieg hinter Bernau/Chiemsee kam ich aufgrund starker Schmerzen in der Brust nicht hoch. Mein erster Gedanke, „Scheisse, nach der Lunge jetzt das Herz“? Leicht panisch gewendet, zum Bahnhof, Zug nach München, CP München-Thalkirchen. Es dämmerte bereits als ich mein Zelt aufbaute und mein Nachbar kam, wir kamen ins Gespräch und ich erzählte ihm meine Geschichte.

Damit sollte man nicht spaßen meinte er, denn er sei Krankenpfleger im Klinikum Rechts der Isar und würde hier auf dem CP nur einen Monat überbrücken bis er eine Wohnung beziehen könnte, und wenn ich wollte, könne ich morgen früh um 4:00h mit ihm in die Klinik zur Untersuchung fahren. Er würde mir einen schnellen Termin besorgen. Gesagt, getan, Termin bekam ich kurzfristig, der Arzt untersuchte und meinte mit einem Lächeln „keine Sorge, ihr Herz ist völlig in Ordnung, das Hämatom allerdings wird ihnen noch eine Weile Schmerzen bereiten“. Das Ende vom Lied, Abbruch und Fahrt nach Hause.

 

  • Der 3. Versuch begann am 27.05.15, Anreise per Fernbus nach München, Zug nach Bernau/Chiemsee und da anknüpfen wo ich unterbrechen musste.

Inzwischen hatte ich mir einen 250W-Motor ins HR eingebaut, der für mich mit meinem Handicap ein Segen ist, weil ich so die Steigungen besser bewältigen kann.

Bis zum 6. Tag lief alles bestens bis Bad Kohlgrub, wo eine Frau mit SUV wissen wollte wer stärker ist, sie oder ich, ich hab den Test nicht bestanden und die Tour fand ihr vorläufiges Ende. Das Rad war schwer beschädigt, mein Sprunggelenk dick geschwollen und ein Schleudertrauma, und ab nach Hause.

 

Der gebuchte Fernbus bringt mich morgen nach München, die DB dann weiter nach Bad Kohlgrub und per Rad über Füssen, Reutte (Fernpass), Reschenpass und Gardasee nach Venedig. Läuft alles problemlos entscheide ich wie es von dort weiter geht, ich versuche meinen Blog aktuell zu halten.

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2 Antworten zu Die Unvollendete Alpentour soll fortgesetzt werden,

  1. Michael Amati sagt:

    Hallo Jochen,
    ich wünsche dir eine gute, aufregende und interessante Reise und berichte sie fleissig von „unterwegs“.
    Gruß Michael

    • admin sagt:

      Hallo Michael,
      Danke für die guten Wünsche, der Bus rollt 🙂
      Ich werde auch später Deinen Tracks folgen und berichten.
      Gruß Jochen
      PS. Es erwartet mich Regen 🙁

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