Oder Neisse Radweg Tag 3

Der Abend auf dem Campingplatz Bresinchen bescherte uns einen wunderbaren Sternenhimmel, nachdem wir relativ spät die Zelte aufgebaut hatten.

Ich hatte eine ausgezeichnete Nacht – ausnahmsweise habe ich hervorragend geschlafen. Hendrik hatte noch etwas erzählt aber ich hatte schon nichts mehr mitbekommen.

Heute früh dann das übliche Prozedere. Ohne Kaffee geht bei mir ja nix, während Hendrik noch in seinem Zelt schlummerte.

Anschließend besuchte ich die sehr guten Duschen, baute das Zelt ab. Bevor wir den Platz verließen inspizierten wir noch den schönen am Campingplatz gelegenen See. In diesem See kann man Baden obwohl er von Anglern gerne genutzt wird. Hier gibt es unter anderem Großkarpfen bis zu einer Schwere von 40 Pfund.

Um 9h20 waren wir dann auf dem Track in Richtung Norden unterwegs.

In Eisenhüttenstadt suchten wir zunächst einmal einen Netto auf, um wieder Vorräte zu beschaffen. In der dort vorhandenen Bäckerei gab es leckere Bockwurst, Kaffee und so weiter.

Einige Kilometer flussabwärts passierten wir Frankfurt an der Oder, wo auch einige heftige Steigungen zu bewältigen waren. Dies machte uns wieder hungrig. So machten wir uns über die eben gekauften Zwetschken her. Einige Zeit später schlachteten wir eine kleine Wassermelone.

An einer Wegegabelung fiel uns eine ältere Frau auf, die mit einem uralten DDR Klapprad unterwegs war. Sie machte einen etwas desorientierten Eindruck und fragte uns, ob wir wüssten wo man hier übernachten könne. Sie wollte falls sie keine Übernachtung fände wieder zurück nach Berlin fahren. Vermutlich eine gute Idee.

Obwohl wir heute eine nicht so weite Strecke zurücklegen wollten,  erzählte mir Hendrik, daß der Camping platz nahe Küstrin „Fischerhof Schneider“ heisst. Dabei wurde mir klar- da gibt es Fisch.

Also waren mir die Kilometer fast egal, wenngleich mein Hintern wie Feuer brannte. Ein Umziehen in einen andere Hose brachte Linderung.

Auf dem sehr schönen (auch gut besuchten) Campingplatz angekommen, empfing uns ein sehr nettes junges Wirtsehepaar. Ich bekam meine heißgeliebte selbst geräucherte Forelle aus der Oder. Dazu ein eisgekühltes alkoholfreies Weizenbier. Lecker…

Der Hunger war gestillt, wir bauten unsere Zelte auf und sitzen nun gemütlich im Frühstücksraum um euch mitzuteilen was wir so schönes erleben.

Km 95

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