Rund um das phantastische Jütland DK_2015

aufgrund der durch den Unfall entstandenen Zwangspause muss die Fortsetzung der Alpentour nach Italien noch bis 2016 warten.

Alternativ hab ich mich nun entschlossen, Dänemark -das von mir so geliebte Radreiseland- zu umrunden.

Der Fernreisebus geht am 30.07.15 um 09:25h von Düsseldorf nach Kiel, dann mit der DB nach Flensburg und per Rad weiter die Ostseeküste entlang hoch bis Skagen, um dann an der Nordseeküste wieder gen Süden bis ??? zu fahren. Dafür hab ich 4 Wochen Zeit, denn

Ende Aug./Anf. Sept. soll die Fortsetzung des EV6 ab Freiburg/Basel mindestens bis Wien folgen.

Update:
aufgrund der Schlechtwetterlage mit Kälte und Regen (in Wacken war’s zu sehen), hab ich auf morgen 09:25 verschoben.
Der Lastesel ist fertig gepackt, auf nach Dänemark, ich freue mich:-)

04.08.15
Um 08:30h schwinge ich mich mit meinen inzwischen angefressenen 97,6kg auf’s Rad Richtung Worringer Platz, doch schon nach wenigen Metern ist ein Schleifgeräusch zu hören.
Ich hatte zwar ausgiebig getestet, aber ohne Gepäck was sich als grober Fehler herausstellte, denn für den Gepäckträger hatte ich wohl eine zu kurze Schraube verwendet. Also kehrt Marsch, repariert und los. Gut dass ich lieber zuzu spät komme.
Der Bus fuhr pünktlich um 09:25h ab, fuhr seine Haltestellen ab, und war um 16:00h in HH, wo es stark regnete, das kennt man schon, wenn DOM ist.
In der Nähe des ZOB HH gab’s mal ein schönes Lokal namens „Alte Wache“, da hab ich schon so manches Bier getrunken mit den „Jungs“ vom Heinrich-Bauer-Verlag. Heute heißt es Teheran.
In Kiel hatte der Bus ’ne halbe Std. Verspätung, so bekam ich erst den Zug um 18:42h nach Flensburg, wo ich schon in der Dämmerung bei Regen ankam.
Schnell an einem Kiosk ’nen Kaffee gelutscht und weiter zum CP Krusau wo ich bei starkem Platzregen mein Zelt aufgebaut habe, alles war nass, geschlafen hab ich allerdings gut.
km 15,35
05.08.15
Die Sonne weckte mich um 07:30h, hat jedoch die Klamotten nur angetrocknet, was tun, am Körper trocknen die auch dachte ich mir, und düste um 10:00h vom Hof Richtung Aabenraa, wo ich mich erst mal mit2000 DKK eingedeckt habe, weiter über Halderslev nach Kolding wo ich gleich am Ortseingang den City Camp angefahren habe.
Nun liege ic frisch geduscht im Zelt und tippe.
Mann Leute, ist das geil, wieder dieses Feeling von Freiheit und Abenteuer zu spüren, Toll, auch wenn der Tag sehr anstrengend war, denn DK hat speziell hier an der Ostseeseite deftige Hügel durch den so genannten Eiszeitgürtel (so hat man mich mal belehrt).
Aber ich hab ja meinen Rückenwind der mir gut geholfen hat, auch wenn es Leute gibt, die das belächeln und sogar darüber ablästern, keine Sorge, die werden -wenn sie Glück haben- auch mal alt oder krank und werden froh über diese Hilfe sein.
km 78,35 die Tracks lade ich dann zu Hause bei gpsies.com hoch.

Übernachtung Kolding City Camp

06.08.15

Schon um 07:00h aufgestanden, das Wetter zeigt sich von seiner schönen Seite, aber ich muß warten bis die Sonne den Tau trocknet.
Dabei trinke ich den üblichen Cappu und stelle fest, dass mein Handy nicht aufgeladen wurde. Wenn ich unterwegs keinen finde der daß in den Griff bekommt, sehe ich mich in alte Zeiten zurückversetzt.
Doch um 09:30h mache ich mich auf den Weg vom bestimmt mit ca. 30€ teuersten CP dieser Reise.
Nachdem ich mich in den letzten Tagen überwiegend von Knäckebrot und Salami ernährt habe, „sündige“ ich gerade und sitze bei Burger King in Fredericia bei einem Burger Menue und nutze das kostenlose WLAN.
Und wenn ich gestern über dieses geile Feeling berichtete, beneide ich Freunde wie Heike Pirngruber, Sebastian Engel und viele andere die sich schon in jungen Jahren auf die Reise gemacht haben, von Heinz Stücke will ich erst gar nicht reden.


Also das mit dem essen heute mittag war nicht gut, kürzlich sagte jemand hungrige Schweine laufen schneller, da muß was dran sein :-), denn der Schwung war raus :-(
Zum anderen führte mich der Weg in sehr hügeligen Terrain mal an die Ostsee, dann wieder ins Landesinnere.
Nach langen Abfahrten erreichte ich um kurz nach 15:00h den CP Hagen Strand kurz vor Veijle. Nach dem Aufbau folgte der erste Sprung in die Ostsee, die hier nicht sauber aussieht. Ich hätte ja gerne ein Selfie gemacht :-)
Eine Möglichkeit zur Handyreparatur hab ich noch nicht gefunden.
46,41 km nur, aber der 3. Tag ist immer mein schlechtester.

07.08.15
Die Sonne erhellt mein Zelt bereits um 07:00h, doch ich trödel rum, lass mir Zeit, trinke meinen Cappu bin ja nicht auf der Flucht :-)
Als ich dann in der Rezeption die Rechnung bekam, staunte ich nicht schlecht, genau so teuer wie am Vortag. :-(
Es geht gleich richtig bergauf, was sich auch heute nicht ändern wird, an der Stelle möchte ich anmerken, dass Herr Hans-Jürgen Fründt http://www.schwarzaufweiss.de/daenemark/ostsee-radweg.htm mich auf diese Touridee gebracht hat, und ich möchte Euch nur noch von meinen persönlichen Erlebnissen berichten, da Herr Fründt das sehr ausführlich bereits getan hat und ich mich nicht mit fremden Federn schmücken möchte. Nach seinen Ausführungen fahre ich nun, ein Navi wird nicht benötigt, Danke Herr Fründt.
Kurz, heute war nicht der Tag um Kilometer zu machen, denn es ging mächtig rauf und runter, zum Teil auf abenteuerlichem Untergrund.
Schade, dass ich keine Bilder hochladen kann, denn ich finde das passende OTG-Kabel nicht, scheiss Technik :-(
Nach einer heftigen Abfahrt, wo ich bereits glaubte in Juelsminde zu sein, passierte ich einen Top aussehenden CP den ich wenngleich nur 39,8 km gefahren zu haben ansteuerte.

39,8 km Übernachtung Hagen Strandcamping Fredericia

08.08.15

Nachdem ich die Herausforderungen auf dem Weg nach Vejle nebst der 12%igen Abfahrt zum Fjord gemeistert hatte, gab’s erst mal im Hafen von Vejle leckeren saftigen Fisch mit Krabben/Gemüsesalat.

Das war ungefähr aus der Hälfte des Weges da der Fjord ganz umrundet werden musste.

Am Ende des Tages fuhr ich dann den Vejle Fjord CP mit sehr freundlicher Besitzerin an, die mir erklärte, nur dort um die Ecke ist die Zeltwiese. Dort angekommen steht das exakt gleiche Zelt wie das meine von Decathlon, hat man eher selten. Wenig später kommt der Besitzer, ein Franzose auf dem Rückweg vom Nordcap, auch er wundert sich über die Gleichheit und wir reden kurz darüber, ich sagte ihm dass ich seit 5 Jahren mit dem Zelt sehr zufrieden bin, worauf er sagte er sei seit 10 Jahren damit unterwegs, stramme Leistung für’n Zelt für 100€, es muss also kein Hillehill sein :-)

Am darauf folgenden Morgen nahm ich das bestellte sehr üppige Frühstück in der Reception  ein.

Es folgte wegen eigener Unachtsamkeit ein Verfahrer von ca. 25 km, dann jedoch kam ich wieder in die Spur.

Unterwegs gab es heute den 1. Original dänischen Pölser Hotdog und am Straßenrand gekaufte leckere Erdbeeren.

Danach beschloss ich heute den 1. Shelter Platz anzufahren und programmierte die Koordinaten des Tolstrup Gedved in der Nähe von Horsens ein.

87,96 km

09.08.15

Als ich gestern den von mir angepeilten Shelter Platz erreichte, musste ich feststellen, dass es den nicht mehr gibt, auch mehrfaches hin-und herfahren nutzte da nix.

Nun stand ich da wohl ziemlich ratlos in der Pampa rum als ein RR-Fahrer mit rotem TREK anhielt und meinte das sei wohl richtig, aber?

Er überlegte nicht lange und bat mich ihm zu folgen. Auf mein Bitten fuhr er auch nicht zu schnell und wir erreichten nach ca. 500m schon das Ziel, sein Grundstück, wo ich meine Behausung aufbauen durfte, Strom, eine Dusche und Toilette und ein kaltes Bier bekam. Es gibt doch verdammt nette und hilfsbereite Menschen au dieser Welt :-)

73,15

10.08.15

Die Nacht war kalt, mein Schlafsack kam locker an seine Grenzen.

Ich stehe um 06:30h auf und das übliche Procedere läuft ab.

Nach einem kurzen Plausch mit meiner Gastgeberin stelle ich mein Navi auf Hov ein, sehe unterwegs noch ein zu Schaden gekommenes Reh mit viel zu kurzem Leben am Straßenrand liegen, doch siehe da, nach 29 km, 2 km vor Hov das von mir erhoffte Schild der Rute 5 Richtung Saskild :-)

Es wird richtig heiß heute, fahre durch eine schöne Landschaft, vermisse aber die Mirabellenbäume.

Zu Mittag gab’s heute wieder mal leckeren Fisch im Hafen von   Norsminde.

Und hab ich mich eben noch beschwert, steht da am Straßenrand ein Kirschbaum für’s Dessert, herrlich.

Gleich dahinter zweigte der Weg ab auf geschotterten Untergrund und es wurde wieder sehr hügelig.

Gegen 17:00h fahre ich in Ronde einen schönen CP an, der nicht nur unhöfliche und überhebliche Besitzer verlangte nicht nur über 30€, sondern versuchte auch noch mich bzgl. mangelnder Campingcard über den Tisch zu ziehen.

Nicht mit mir, akzeptiere ich nicht und fahre weiter durch das Gebiet um Mols Bjerge.

Freunde da geht’s aber richtig zur Sache, boah. Inmitten dieser Moränenlandschaft programmiere ich das Navi auf den nächsten CP in Ebeltoft wo ich dann um 20:30h glücklich lande, toller Platz zum halben Preis.

km 115,72

11.08.15

Als ich um 07:30h aufwachte fühlte ich mich wie gerädert.

Der Tag gestern hat mich doch ganz schön geschafft und ich überlege einen Ruhetag am Strand einzulegen,e einen und noch einen Kaffee, doch das Wetter reizt, schönstes Radlwetter, nicht zu heiß, also abbauen und um 11:00h loos.

Nach einem erneuten Verfahrer von nur 6 km und dem ersten Supermarkt Besuch auf dieser Tour, der Körper verlangte nach mehr Obst.

Ich erreiche Grenaa eine wie ich finde eher häßliche Hafenstadt.

Immerhin, die richtigen Hügel werden weniger :-)

Plötzlich zog es sich zu und es begann zu tröpfeln, ausserdem ließ sich meine vordere Bremse durchziehen und ein Schleifgesch war zu hören. Der linke Bremsbelag hatte sich wie auch immer? gelöst.

Bevor das nun in Regen ausartet programmier ich den nächsten Shelter Platz in Tromsoe ein. Der Weg führt mich  gleich zu Anfang durch eine unmöglich zu fahrende, nur zu schiebende Sandpiste, doch dann ging’s und ich finde den bisher wohl schönsten Platz, einfach Super.

Zu essen gibt’s dann Spaghetti al Ajo e Olio mit Tomaten, lecker.

65,37 km

12.08.15

Die Route verläuft auf unterschiedlichen Untergründen, von Top bis hin zu grobem Schotter und Sand ist alles dabei.

Alles läuft mit Ausnahme von 2 Stürzen einmal kam ich nicht rechtzeitig aus den Klickie’s, beim 2 . Mal holte mich ein Riesentrecker auf beschissenem Weg vom Rad) recht unspektakulär durch tolle Landschaften.

Kurz vor Dockedal plötzlich ein Hinweis zu einem Shelter Platz, da trinke ich mal ’nen Kaffee dachte ich mir und bog ein, es ist 15:00h und ich habe erst gut 50 km auf der Uhr.

Der Platz war toll, alles da, ich bin müde, leg mich hin und schlafe den Schlaf der Gerechten.

Wieder wach mache ich ein schönes Lagerfeuer, es treffen noch 2 Pärchen ein, eins aus der Nähe und einjunges englisches auf dem Rückweg von Norwegen.

Kurzum es war ein netter Abend.

50,20 km *schäm*

13.08.15

Die Nacht war kalt, schwer einzuschlafen, doch nachdem ich mein Seideninlett hervor gekramt hatte, ging’s ganz gut. Die Hersteller übertreiben wohl nicht mit der Aussage dass so ein Inlett ca. 5° bringt.

Das junge Paar aus der nähe war gestern Abend bereits gegangen, die Engländer schliefen noch.

Ich machte mich in Ruhe fertig, packte ein und war um 09.15h auf der Piste. Der Weg führte über Dockedal nach Egens-Hals zur ersten Fähre der Tour.

Kurz besuchte ich den Supermarkt, kaufte Obst und lud mein Guthaben auf, was allerdings nix bringt wenn der Akku fast leer ist. so warte ich sehnsüchtig auf einen ALDI o.ä. aber die Route verläuft auf einsamen Wegen.

Auf der so genannten „letzten Rille“ routet mich aber das Handy noch zu Professors Plantage – eine ganz neue Shelter Erefahrung- die Fotos werden’s zeigen wo ich nächtigen werde. Es ist zwar erst 16:00h, macht aber nix.

70,47 km

ps. Wer nur hier im Norden war wird sagen was erzählt der denn von Hügeln, DK ist doch flach wie’n Teller :-)

14.08.15

Im Laufe des gestrigen Abends traf noch ein nettes junges Radlpärchen ein, er Däne, sie Koreanerin. Da sie wohl nicht mit mir im gleichen „Raum“ schlafen wollte, was ich gut verstehen kann, bauten sie ihr Zelt auf und fingen an zu kochen.

Ich staunte nicht schlecht, was hauptsächlich er (sie schnippelte) ausschliesslich aus frischem Gemüse und Hackfleisch auf dem offenen Feuer kochte, der Reis quoll derweil im Trangia. Am Ende bot er mir noch an zu kosten, und ich muß sagen, es war sehr schmackhaft.

Die Nacht war sehr angenehm, ich hatte gut geschlafen und bereitete mir um 07.00h meinen Kaffee, packte mein Rad, besuchte die sehr saubere Toilettenanlage und fuhr los.

Nach gut 20 km fand ich in Saeby einen ALDI, doch auch die neuen batterien nutzten nix. Weiter nach Frederikshavn zur Tourist-Info, die ich schon kannte, kurz ins I-net geschaut und erklären lassen wo es Handy-Läden gibt, es gibt 3, doch keiner kann oder will mir helfen obwohl es sich bei meinen um ein Samsung Gerät handelt.

Also zurück zur Tourist-Info, bei amazon eingelogt und Akku bestellt in der Hoffnung dass es  an dem liegt. Nach Info von Amazon soll das teil am nächsten Mittwoch garantiert in Dänemark geliefert werden.

Bis dahin hab ich 5 Tage Zeit, und so fahre ich den mir bekannten Shelter Platz in Jerup Strand an, der ist sauber, hat Toilette und Dusche, OK also. Morgen fahr ich dann noch gemütlich die 25km bis Skagen und die 11 zum Cap Grenen.

38,94 km

15.08.15

Nach anfänglicher Einsamkeit trafen gestern Abend noch 3 Paare mit Auto ein, ein Paar aus Augsburg musste daher mit in „meinem“ Shelter schlafen, kein Problem.

Noch einem Plausch am Feuer und ab in die „Federn“.

Bereits um 06:40h küsst mich die Sonne wach, so dass ich um 08:45h los fuhr.

Es lief gut heute, ein kurzer Besuch im Supermarkt wegen Obst und Spiritus (heißt hier Sprit) und weiter nach Cap Grenen und Skagen, anschl. in der Tourist Info Mails gecheckt, noch 2 Postkarten geschrieben und auf die Rückreise gemacht. ein kurzer Schauer ließ mich überlegen, auf einem CP in Skagen zu nächtigen, doch der war mir zu teuer, die gute Lage wird eben genutzt, würde ich nicht anders machen :-)

Auf der Karte entdecke ich einen nahen Shelter Platz, den ich nach befragen einer Frau mit Hund auch noch gerade rechtzeitig erreiche bevor der Landregen einsetzt.

Plötzlich kam ein älteres Ehepaar um die Ecke, wohl auch um Schutz zu suchen und Paul so stellte er sich vor und ich plauderten über dies und das.

Wieder einmal ein ganz idyllischer Platz, Super.

47,38 km

16.08.15

Gestern Abend trafen dann noch 4 junge Schweizer Pfadfinder mit Rad ein, waren nach DK geflogen, hatten am Nachmittag ihr Gepäck schon hinter einem anderen Shelter geparkt und wollten sich in dk einiges ansehen, u.a. das Ozeaneum in Hirtshals.

Am späteren Abend traf dann noch ein Schwede mit seiner Tochter ein und schliefen mit mir im gleichen Shelter.

Es war stark bewölkt als im um 06:00h aufstand, ich trödelte rum und fuhr um 09.15h ab.

Jetzt immer der Route 1, der NSCR folgen, dabei komme ich in Uggerby, an dem Shelter Platz vorbei, von dem ich ein Selfie von vor 4 jahren auf meiner Website habe, und mache ein neues, musste sein.

Nach 50km erreiche ich Hirtshals, eine Hafenstadt die es nicht verdient fotografiert zu werden, es beginnt zu regnen, doch auch der CP steht der Stadt in nichts nach und wird trotz Regen ignoriert. Gut so, wie ich später von einer Radlerin erfuhr.

Einige km weiter liegt am Weg der CP von Tornby, hier checke ich ein, denn nach so vielen Übernachtungen in Sheltern muss ’ne Dusche her, möglicherweise stinke ich schon wie ein Iltis :-)

Heute ist Sonntag, bis Blokhus sind es nur noch ca. 50 km wo ich am Mittwoch den Akku erwarte, Zeit satt also.

Nach der Zeit der Enthaltsamkeit wird heute mal gesündigt und ein Kuchen gekauft, doch der ist so widerlich süß, ekelhaft. Heute Abend gibt’s gegrillte Poelser mit Baked Beans.

57,08 km

17.08.15

Heute ist Ruhe-und Waschtag.

Ich fahre nach Hirtshals zur Tourist-Info, doch die liegt genau so beschissen wie es in der Stadt nicht anders zu erwarten war. Man hätte ein Foto machen sollen von der Beschilderung, ich war übrigens nicht der einzige mit der Feststellung.

Ein Besuch im Supermarkt beschloss den Ausflug.

24,97 km

18.08.15

Nach einer kalten Nacht verlasse ich den Gateway Blokhus um 08:40h.

Es wird heiß heute, und die Routenführung hat einige Überraschungen parat, Waldwege an denen MTB’ler ihre Freude haben, doch überwiegend grober Schotter und Sand.

Landschaftlich jedoch sehr reizvoll.

Heute ist also nicht der Tag km zu machen, doch ich erreiche das mir gesteckte Ziel, den CP Hanstholm nach

86,97 km

19.08.15

Als ich um 06:00h aufwachte fühlte ich mich wie gerädert, der gestrige Tag Spuren hinterlassen.

Doch es muss weiter gehen, und obwohl das Zelt vom Tau nass ist, baute ich ab wenngleich die aufgehende Sonne es in der nächsten Stunde getrocknet hätte.

Nach einer warmen Dusche geht’s um 08:00h los.

Der am Weg liegende ALDI Markt kommt gerade recht und ich decke mich ein.

Doch heute will’s nicht so richtig laufen, daher beende ich den Tag auf dem Shelter Platz am Leuchtturm von Lodbjerg nach

69,42 km

20.08.15

So langsam verfalle ich wieder in alte Muster, ich stehe wieder mal um 06:00h auf, das  gestern Abend noch eingetroffene Leipziger paar mit ihren 2 kleinen Kindern schlafen noch, kriegen auch meine Abfahrt um 07:45h nicht mit.

Auf sandiger Piste geht’s nach Agger, wo ich eine Fähre vermutet habe, doch es ging auf einem ca. 8,5 km langen Damm *toll* dort hin.

Die  Überfahrt für 60DKK nach Thyboren dauert nur 10 min. und ich besuche einen Spar Markt um einzukaufen.

Im Anschluss werde ich auf grottenschlechter von Frostaufbrüchen übersähter Piste wo sogar meine Frontroller aVerankerung gerissen wurden direkt in die Wildnis geleitet, nachträglich Überprüfung bescheinigte mir auf dem richtigen weg zu sein.

Das hat die Welt noch nicht gesehen :-( , so schiebe ich mein Rad auf abenteuerliche Art und Weise über Bahngleise und einen schmalen Pfad einen Abhang hinunter auf die Straße wo der Supermarkt war und fahre in die Stadt zur Tourist Info. dort wurde mir erklärt, dass ich nicht der erste bin, aber auch wie ich besser nach Herboer -dort finde ich auch wieder die Beschilderung der Rute 1 die wohl von der NSCR deutlich abweicht-komme, nämlich auf der stark befahrenen Hauptstraße. Später dort Reisende können dann vermutlich schon den neuen sich im Bau befindlichen Radweg benutzen.

Weil ich den ganzen Tag heftigsten Wind auf der Nase hatte, gab ich um 15:30h entnervt auf und fuhr den CP Bovbjerg mit der netten Chefin an.

57,36 km

21.08.15

Pünktlich um 06:00h aufgewacht, alles läuft ab wie gewohnt, ohne Kaffee geht nix, und um 08:30h ging’s ab.

Laut Navi waren es nur 58 km zu dem CP wo ich meiner vor vielen Jahren geschiedenen Frau die dort immer einige Monate des Sommers verbringt einen auf Einladung beruhenden Besuch abstatten wollte.

Gegen Mittag glaubte ich so in Hvide Sande zu sein, aber Pustekuchen, infolge heftigen Windes natürlich wie immer von vorn (mein ehemaliger Radlpartner Michael pflegte immer zu sagen „Jochen wir sind richtig, wir haben Gegenwind“) wurde die Fahrt sehr kraftraubend , aber auch wesentlich länger.

Als ich pünktlich zum Kaffee um 16:00h eintraf wurde ich herzlich begrüßt, lernte Peter kennen und bekam natürlich Kaffee.

Wir sprachen viel über alte Zeiten, lang, lang ist’s her, aßen schön zu Abend und klönten lange.

76,00 km

22.08.15

Lege heute einen Ruhetag ein, mache es mir auf dem CP meiner ehemaligen frau gemütlich, wir nehmen ein gutes, ausgiebiges Frühstück ein und freuen uns auf heute Abend, da gibt’s frische Schollen direkt vom Kutter.

24.08.15

In der letzten Nacht hab ich nicht so gut geschlafen wie in der Nacht zuvor, wache um 08:00h auf und bereite meine Abreise vor.

Regina ist inzwischen auch wach geworden, macht mir Kaffee und ein kleines Frühstückht’s und um 10:00h geht’s ab durch die Dünen bei wechselndem Belag immer rauf und runter und natürlich……………..6-8 Bft auf der Nase.

Ca. 20 km vor Esbjerg lege ich eine Pause ein um nach einem Shelter Platz zu sehen denn es sieht nach Regen aus der aber nicht kommt.

Der Platz ist nur ca. 4 km entfernt, also nix wie hin, doch dann passiert’s bei der engen Zufahrt komme ich nicht rechtzeitig aus der rechten Pedale und falle um.

Nachdem ich mich wieder aufgerappelt hatte, knickte mein rechtes Bein unkontrolliert nach vorne weg, erste Befürchtung, Band gerissen, mal schauen wie es morgen ist.

72,92 km

25.08.15

Kaum geschlafen, mache mir Sorgen auch wegen der geplanten Tour mit Hendrik nach Wien, doch entgegen meiner Hoffnung auf Besserung hat sich nichts getan.

Alles was ich mache ist beschwerlich und mit großen Schmerzen verbunden, trotzdem fahre ich mit Ibu’s und eigentlich unveratwortlich um 08:45h los und kämpfe mich im wahrsten Sinne des Wortes die knapp 30 km zum Bahnhof nach Esbjerg, was ohne meinen E-Motor unmöglich gewesen wäre.

Beim Lösen des Tickets am hier nur vorhandenen Automaten werde ich meine restlichen Kronen los, es reicht gerade noch für ein Stück Pizza und ’nen Kaffee.

Der Zug geht über Kolding nach Flensburg mit 2x umsteigen, das Zugpersonal ist sehr hilfsbereit, und von dort weiter nach Kiel wo ich um 18:20h lande.

Dort erst mal zu Mäckes den Hunger und Kaffeedurst stillen, ich habe Strom und WLAN und darf dort bis zur Schließung um 00:00h sitzen, danach geht’s zum Interims ZOB Kiel wo ich 7 Std. in eisiger Kälte ausharren muß, denn der gebuchte Bus steht zwar da, geht aber erst um 07:40h ab.

29,97 km

30.08.15

Die -zu wenigen- Bilder zu dieser Radreise gibt es hier:

Bilder

Das liegt daran, dass ich diese Reise bereits vor vier Jahren im Uhrzeigersinn bis Aarhus gefahren bin und mir das meiste bekannt war.

Sollte es an der ein- oder anderen Stelle zu Überschneidungen kommen, liegt es daran, dass ich vieles aus der Erinnerung und weniger Notizen schreiben musste, weil meine gesamte Elektronic über Tage ausgefallen war, ich bitte um Verständnis, Danke.